INTERRAIL NACHTZUG

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Interrail Nachtzug

Interrail Nachtzüge. Eine Liste aller Nachtzug Verbindungen, Preise und Kategorien: Sitze, Liegewagen, Schlafwagen. Wo und wie kauft man Reservierungen.

Alle Informationen die du für das Reisen in Nachtzügen mit Interrail brauchst. Hier findest du eine Liste mit allen Nachtzügen in Europa, inklusive Fahrplänen, Reservierungskosten und Fotos. Außerdem Beschreibungen von Sitzwagen, Liegewagen und Schlafwagen sowie Tipps und Tricks für das Reisen über Nacht.

Nachtzüge sind eine gute Option um Zeit und Geld auf deiner Interrail-Reise zu sparen. Verlasse eine Stadt abends, verbringe die Nacht im Zug und wache am nächsten Tag in einer anderen Stadt, vielleicht sogar in einem anderen Land auf. Obwohl in den letzten Jahren viele Nachtzüge eingestellt wurden gibt es immer noch viele Nachtzüge, die viele Länder und Städte Europas verbinden. Möchte man mit einem Nachtzug fahren, muss man sich zuerst überlegen, welche Art von Komfort man haben möchte. Die meisten Nachtzüge bieten drei verschiedene Komfortkategorien an: Normale Sitze oder Ruhesessel, Liegewagen und Schlafwagen.


Sitze/Ruhesessel:

Die einfachste und billigste Kategorie. Die meisten Nachtzüge verfügen über normale Sitzwagen, wie sie auch für Tagzüge eingesetzt werden. Dies sind entweder Abteilwagen mit sechs (manchmal auch acht) Sitzen pro Abteil oder Großraumwagen mit Sitzen gegenüber und in Reihe. Diese Sitze können oft ein klein wenig zurück geneigt werden, um etwas angenehmer schlafen zu können, sind aber grundsätzlich nicht für komfortables Schlafen eingerichtet. In Abteilen ist es manchmal noch möglich, die Sitze komplett auszuziehen, sodass man sich hinlegen kann. Das funktioniert aber nur, wenn das Abteil nicht voll ist.

Ruhesessel sind deutlich komfortabler als normale Sitze, da sie speziell für den Einsatz in Nachtzügen gebaut sind. Es gibt aber nur wenige Züge mit solchen Sitzen, sie fahren in Frankreich, Spanien und Großbritannien.

Sitze und Ruhesessel gelten gewöhnlich als 2. Klasse. Nur wenige Nachtzüge führen auch Sitzwagen 1. Klasse. Manchmal laufen auch deklassierte Wagen 1. Klasse, die mit Tickets der 2. Klasse genutzt werden können – dies wird normalerweise an den Türen angeschrieben. Möchte man mit einem Interrail-Ticket 2. Klasse in der 1. Klasse fahren, ist das im Regelfall möglich, es muss allerdings der Differenzbetrag zwischen 2. Klasse und 1. Klasse gezahlt werden. Mit einem Pass 1. Klasse kann man natürlich auch in der 2. Klasse fahren.

Sitzplatzreservierung ist in vielen Nachtzügen verpflichtend. Detaillierte Informationen zur Reservierung finden sich in den Details der einzelnen Nachtzüge.

Sitzplatzabteile sind normalerweise nicht von innen abzuschließen, es gilt also besonders Acht auf sein Gepäck zu geben. Empfehlenswert ist es, Wertsachen nah am Körper zu tragen (z.B. in einer kleinen Tasche, in die man Pass, Ticket und Bargeld geben kann) und ein Stahlkabel mit Schloss mitzunehmen, mit dem man sein Gepäck am Gepäckregal befestigen kann.

In Abteilen kann man das Licht üblicherweise ausschalten, im Großraumwagen hingegen bleibt das Licht oft auch nachts eingeschaltet. Für einen angenehmeren Schlaf bieten sich Augenmaske sowie Ohrenstöpsel an. Ebenso kann man gemütliches Gewand anziehen (Jogginghose, Pullover), damit man besser schlafen kann.


Liegewagen:

Liegewagen sind teurer als normale Sitze, bieten aber schon ungleich mehr Komfort, da man sich auf einem eigenen Bett richtig hinlegen kann. Liegewagen besitzen normalerweise neun oder zehn Abteile mit jeweils drei Betten auf jeder Seite des Abteils. In den meisten Zügen werden diese als 4-Bett- oder 6-Bett-Abteile verkauft. 4-Bett-Abteile bieten mehr Komfort und Platz, da die zwei unbenutzten Betten an der Wand hochgeklappt verbleiben. Nachtzüge in Italien haben ausschließlich 4-Bett-Abteile während in deutschen CNL-Zügen 5-Bett-Abteile angeboten werden, die sechste Liege dient dabei als Gepäckablage.

Zur Fahrt im Liegewagen reicht ein Interrail-Ticket 2. Klasse aus (natürlich kann man auch mit Tickets 1. Klasse im Liegewagen fahren), allerdings benötigt man immer eine zusätzliche Reservierung. Je nach Land und Zug kann der Preis dieser Reservierung zwischen etwa 8€ und 40€ liegen.

Viele Liegewagen (vor allem in Mittel- und Westeuropa) sind klimatisiert und besitzen Steckdosen. In Osteuropa sind Liegewagen oft noch älter ohne Klimaanlage und Steckdosen. Leintuch und Decke sind im Reservierungspreis inklusive und liegen im Abteil aus. In manchen Nachtzügen lassen sich Damenabteile reservieren. Die Abteile können üblicherweise von innen abgeschlossen werden. Trotzdem ist es empfehlenswert, Wertsachen nahe am Körper aufzubewahren.


Schlafwagen:

Die komfortabelste aber auch teuerste Möglichkeit, über Nacht zu reisen, ist der Schlafwagen. Klassische Schlafwagen haben bis zu zwölf Abteile mit drei Betten. Ähnlich wie in Liegewagen können nicht benötigte Betten hochgeklappt werden. Manche Schlafwagen haben nur zwei Betten pro Abteil, manche haben sogar vier Betten (zwei pro Seite). Jedes Bett hat eine richtige Matratze, Leintuch und Bettdecke. Der Preis für eine Reservierung hängt davon ab, wie viele Personen das Abteil nutzen. Die günstigsten Option sind „T4“ und „T3“ (vier oder drei Personen in einem Abteil), „Double“ ist ein Abteil für zwei Personen und „Single“ ist ein Abteil für einen einzelne Person. Jedes Abteil besitzt ein Waschbecken, manche Schlafwagen haben auch eine öffentliche Dusche und/oder Deluxe-Abteile mit Dusche und WC im Abteil.

Um im Schlafwagen fahren zu können, reicht zumindest für T3- und Double-Abteile üblicherweise ein Ticket 2. Klasse. Single- und Deluxe-Abteile können ein Ticket 1. Klasse, das ist von Land zu Land unterschiedlich. Genaue Informationen zu den verfügbaren Komfortklassen und Preisen findet sich in der Detailliste der Nachtzüge.


Ticketkontrolle:

Wie oben erklärt benötigt man zur Fahrt in Liege- und Schlafwagen eine zusätzliche Reservierung, für die Fahrt im Sitzwagen ist das von Zug zu Zug unterschiedlich. Reist man im Schlaf- oder Liegewagen kontrolliert der Schaffner üblicherweise direkt beim Einstieg das Interrail-Ticket sowie die Reservierung. Danach kann man dann in sein Abteil und es sich dort gemütlich machen. Fahrkarte und Ticket werden oft über Nacht vom Schaffner eingesammelt, damit sie in der Nacht kontrolliert werden können. Dies ist deshalb notwendig, da die Schaffner oft in der Nacht wechseln, zum Beispiel an Landesgrenzen. Am nächsten Morgen erhält man Ticket und Reservierung zurück. Ist man in einem normalen Sitzwagen unterwegs, kommt ein Schaffner zur Ticketkontrolle an den Platz und man behält Ticket und Reservierung über Nacht.


Essen und Trinken:

Im Preis der Schlafwagenreservierung ist in den meisten Nachtzügen ein kleines Frühstück enthalten. Umfang und Qualität können von Land zu Land sehr unterschiedlich sein: In manchen Zügen gibt es nur Kaffee/Tee sowie ein Croissant, in anderen Zügen hingegen bekommt man ein großes Frühstück mit Kaffee/Tee, Orangensaft, Croissant und Brot, Butter, Marmelade, Käse, Schinken etc. Immer inkludiert ist eine Flasche Wasser.

Im Liegewagen bekommt man oft eine Flasche Wasser, Frühstück ist nur in wenigen Nachtzügen inklusive.

In vielen Nachtzügen kann man von den Schaffnern in Schlaf- und Liegewagen kleine Snacks und Getränke kaufen – dieser Service steht auch Reisenden in normalen Sitzen zur Verfügung. Das Angebot variiert von Land zu Land, üblicherweise gibt es Wasser, Bier, Schokoriegel und Chips, manchmal auch Sandwiches und kleine warme Mahlzeiten. Wenige Nachtzüge haben auch einen Speisewagen.


Sicherheit:

Im allgemeinen ist es sehr sicher, im Nachtzug zu verreisen, solange man einige grundlegende Sicherheitshinweise beachtet. Am wichtigsten ist es, wichtige und wertvolle Gegenstände nahe am Körper zu tragen (Pass, Ticket, Bargeld, Kreditkarte). Gepäckstücke können mit Kabelbinder oder einem Stahlkabel mit Schloss an den Gepäckablagen befestigt werden. Liege- und Schlafwagenabteile können abgesperrt werden, dies sollte immer gemacht werden.


Tipps:

Gemütliches Gewand (Jogginghose, Pullover) macht die Fahrt im Sitzwagen deutlich angenehmer.

Im Liegewagen schlafen viele Leute mit ihrer Tageskleidung. Man kann sich natürlich auch umziehen und gemütliches Gewand für die Nacht anziehen, sollte damit aber die anderen Reisenden nicht stören. Umziehen kann man sich in den Waschräumen am Ende des Wagens.

Augenmaske und Ohrenstöpsel zählen zur Grundausrüstung nicht nur im Sitzwagen sondern auch in Liege- und Schlafwagen und können helfen, bei störendem Licht oder störenden Mitreisenden besser zu schlafen. In manchen Nachtzügen gibt es sie gratis oder zu kaufen beim Personal.

Möchte man mit dem Nachtzug in eine Stadt fahren, wo der Zug sehr früh ankommt, bietet es sich an, ein paar Stationen weiter zu fahren, um länger schlafen zu können. Dann kann man mit einem anderen Zug zurück zu seinem Ziel fahren.
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