Heutzutage ist das Eisenbahnnetz in Griechenland nicht so dicht verbaut wie es einmal war. Man kann aber immer noch sehr viele interessante Städte und Orte per Zug erreichen. Die Hauptstrecke verläuft von Norden nach Süden und verbindet Thessaloniki mit Athen, der Hauptstadt. Vom Hafen von Piräus, in der Nähe von Athen, verbinden Fähren das Festland mit den vielen schönen griechischen Inseln.

Reisen durch Griechenland mit einem Rail-Pass

Wenn du mit einem Rail-Pass durch Griechenland reist, beachte, dass eine Reservierung und ein Zuschlag für Fahrten mit Intercity-Zügen benötigt werden. Diese verbinden Thessaloniki mit Athen, Florina und Alexandroupolis. Die Reservierung selbst ist kostenlos. Aber wenn du mit Interrail oder dem Balkan-Flexi-Pass reist, muss du einen Zuschlag zahlen, der nicht wirklich preiswert ist. Zum Beispiel kosten Reservierung und Zuschlag von Thessaloniki nach Athen um die EUR 20,00. Möchtest du Geld sparen, vermeide die Intercity-Verbindungen und reise stattdessen mit normalen Zügen.
Obwohl die Zuschläge recht hoch sind, macht ein Rail-Pass immer noch Sinn, wenn du eine der Fähren über die Adria nach Italien benutzen möchtest. Mit einem Rail-Pass musst du nämlich nur Hafen- und Kraftstoffsteuern (im Sommer noch einen Saisonzuschlag) auf den Fähren von "Blue Line" und "Superfast Ferries" bezahlen und kein normales Ticket kaufen. Wenn du eine Fahrt auf einer dieser Fähren gebucht hast, erhältst du auch Rabatte auf griechischen Inlands-Fähren.

Reisen durch Griechenland mit normalen Zugtickets

Du kannst auch ganz einfach Tickets online auf der Website der griechischen Eisenbahnen TRAINOSE kaufen. Preisbeispiele zu Strecken findest du unten im Text. Selbstverständlich ist es auch möglich, Tickets an Bahnhöfen zu kaufen. Allerdings bekommt man online einen kleinen Rabatt.

Meine Reise startete in Thessaloniki. Leider ließ sich die Sonne Ende März 2015 nur wenig blicken.

Fliegende Tauben auf dem Platz vor dem „Aristotelous Square“
Fliegende Tauben auf dem Platz vor dem „Aristotelous Square“
Die Innenstadt von Thessaloniki. Am Morgen frei, am Abend viel befahren
Die Innenstadt von Thessaloniki. Am Morgen frei, am Abend viel befahren
Die Straße an der Küste wird gern von Spaziergängern genutzt
Die Straße an der Küste wird gern von Spaziergängern genutzt

Thessaloniki – Kalambaka

Der Bahnhof Thessaloniki – von außen
Der Bahnhof Thessaloniki – von außen
Der reservierungspflichtige IC ist abfahrbereit
Der reservierungspflichtige IC ist abfahrbereit
Der Bahnhof Thessaloniki – von innen
Der Bahnhof Thessaloniki – von innen
Die Fahrt nach Kalambaka nimmt etwa drei Stunden in Anspruch und führt zu den meisten Reisezeiten über den Umsteigebahnhof Palaeofarsalos. Anzeigetafeln über Abfahrten und Gleisangaben gibt es hier zwar, sind aber außer Betrieb. Zwei der drei vorhandenen Bahnsteige werden derzeit benutzt. Der eine in Richtung Thessaloniki, der andere in Richtung Athen. Der Zug nach Kalambaka fährt auf dem Gleis in Richtung Athen ein. Die Fahrt von Thessaloniki nach Kalambaka kostet rund EUR 20,00.

Keine Anzeigetafeln, aber immerhin Richtungsangaben an den Bahnsteigen
Keine Anzeigetafeln, aber immerhin Richtungsangaben an den Bahnsteigen
Der Bahnhof Palaeofarsalos
Der Bahnhof Palaeofarsalos
Die Sitze in der 2. Klasse im Regionalzug nach Kalambaka
Die Sitze in der 2. Klasse im Regionalzug nach Kalambaka

Die Stadt Kalambaka liegt am Fuße der als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuften Meteora-Klöster. Man kann die wirklich schöne Bergregion auf eigene Faust erkunden oder eine mit dem Geländewagen organisierte Halbtagestour auf der Website von VISIT METEROA buchen. Der Kostenpunkt liegt hier bei rund EUR 35,00.

Atemberaubende Landschaften in Meteora
Atemberaubende Landschaften in Meteora
Insgesamt 24 Klöster wurden im 14. Jahrhundert errichtet
Insgesamt 24 Klöster wurden im 14. Jahrhundert errichtet
Gegen einen Eintrittspreis von EUR 3,00 kann man sogar das Innere eines Klosters besuchen
Gegen einen Eintrittspreis von EUR 3,00 kann man sogar das Innere eines Klosters besuchen
Eine faszinierend gelegenes Kloster
Eine faszinierend gelegenes Kloster

Kalambaka – Athen

Das Abteil der 1. Klasse im IC
Das Abteil der 1. Klasse im IC
Ausblick aus dem letzten Wagon des Zuges
Ausblick aus dem letzten Wagon des Zuges
Frühstück im Speisewagen
Frühstück im Speisewagen

Weiter geht die Reise in die Hauptstadt Athen, wieder über den Verbindungsbahnhof Palaeofarsalos. Reist man in der 1. Klasse, ist sogar eine kleine Mahlzeit im Speisewagen mit inbegriffen. Die Fahrt kostet rund EUR 15,00 und ist landschaftlich schön.
Der Bahnhof Athen – vom Bahnsteig
Der Bahnhof Athen – vom Bahnsteig
Ein Ausblick von der Akropolis auf das Amphitheater
Ein Ausblick von der Akropolis auf das Amphitheater
Ein weiteres historisches Gebäude auf der Akropolis
Ein weiteres historisches Gebäude auf der Akropolis
Die Innenstadt von Athen
Die Innenstadt von Athen
Touristen schießen auf einem Felsen Fotos
Touristen schießen auf einem Felsen Fotos
Der Bahnhof Athen – von außen
Der Bahnhof Athen – von außen

In Athen selbst ist für Touristen ein Besuch in der historischen Akropolis fast schon Pflicht. Der Eintritt über EUR 12,00 ist für Griechenland-Verhältnisse recht teuer, aber lohnenswert.

Athen – Piräus

Die Metro-Station Nähe der Akropolis
Die Metro-Station Nähe der Akropolis
Ein beliebtes und hochfrequentiertes Verkehrsmittel in Athen ist die Metro. Mit dieser kommt man problemlos in die angrenzende Hafenstadt Piräus. Das Ticket kostet EUR 2,00.

Piräus – Mykonos

An Bord der Fähre nach Mykonos
An Bord der Fähre nach Mykonos
An Deck herrscht noch ein kalter Wind ...
An Deck herrscht noch ein kalter Wind ...
... ehe im Hafen von Mykonos bestes Wetter vorherrscht
... ehe im Hafen von Mykonos bestes Wetter vorherrscht

Im Hafen von Piräus fahren zahlreiche Fähren auf die beliebten Urlaubsinseln Griechenlands. In meinem Fall habe ich mich für die Insel Mykonos entschieden. Die Fahrt dauert etwas über fünf Stunden und kostet EUR 34,00.

Mykonos

Vom Hafen führt eine Straße in die Mykonos-Stadt
Vom Hafen führt eine Straße in die Mykonos-Stadt
Restaurant-Tische direkt am Meer
Restaurant-Tische direkt am Meer
Die Innenstadt ist voll von blau-weißen, schmalen Gassen
Die Innenstadt ist voll von blau-weißen, schmalen Gassen

Die Insel gilt im Sommer als Partystadt. In der Nebensaison ist ein ruhiger Urlaub aber zweifellos möglich. Viele Lokalitäten haben noch geschlossen, wenngleich die nötigsten Geschäfte und einige Cafés geöffnet haben.

Die vier Windmühlen sind das Wahrzeichen von Mykonos
Die vier Windmühlen sind das Wahrzeichen von Mykonos
Der Strand „Paradise Beach“ gilt als der Schönste weit und breit
Der Strand „Paradise Beach“ gilt als der Schönste weit und breit
Eine typische Verkehrsstraße auf der Insel
Eine typische Verkehrsstraße auf der Insel

Mykonos hat einen eigenen Flughafen, von wo aus Klein-Flugzeuge der Fluggesellschaft „Olympic Air“ zurück aufs Festland fliegen. Eine erneute Fahrt mit der Fähre ist natürlich auch möglich.